HTYB00901U  German - German history 3: Gesellschaften im Wandel. Soziale Bewegungen im 19. und 20. Jahrhundert

Volume 2015/2016
Content

Im historischen Prozess der Modernisierung europäischer Gesellschaften spielten soziale Bewegungen im 19. und 20. Jahrhundert eine zentrale Rolle. Am Beispiel von „alten“ und „neuen“ sozialen Bewegungen in Deutschland wird dieser Prozess und seine kulturhistorische Bedeutung im Seminar behandelt. Dabei wird von einem weiten Begriff von „sozialer Bewegung“ ausgegangen: eine soziale Bewegung ist durch kollektive Ziele und Handlungen definiert, die darauf ausgerichtet sind, die Gesellschaft zu verändern. Als Beispiele für solche „alten“ Bewegungen können die Arbeiterbewegung, die Frauenbewegung, die Friedensbewegung und die Lebensreformbewegungen sowie einige mehr genannt werden. In den 1970er Jahren kamen dann die „neuen“ sozialen Bewegungen auf, die zum Teil an „alte“ Bewegungen anschlossen, z.B. die Frauen- oder die Friedensbewegung, aber auch neue Themen sozialen und kulturellen Wandels bearbeiteten, etwa die Ökologiebewegung. Was den Unterschied zwischen „alten“ und „neuen“ Bewegungen kennzeichnet, welche Ziele und Aktionsformen die Bewegungen formulierten, wer sich engagierte und ob die sozialen Bewegungen erfolgreich einen Wandel herbeiführen konnten, sind Fragen, die wir gemeinsam im Seminar anhand von Forschungstexten und Quellenmaterial bearbeiten werden.

Einführende Literatur:

Joachim Raschke, Soziale Bewegungen. Ein historisch-systematischer Grundriß, Frankfurt/Main: Campus 1985.

Roland Roth/ Dieter Rucht (Hrsg.), Die sozialen Bewegungen in Deutschland seit 1945, Frankfurt/ Main: Campus 2008.

 

Pensum: ca. 150 – 180 Normalseiten

Texte und Quellen werden teilweise über Absalon zur Verfügung gestellt.

  • Category
  • Hours
  • Class Instruction
  • 28
  • Preparation
  • 176,75
  • Total
  • 204,75