HTYB00901U  German - German history 3

Volume 2014/2015
Content
Nach dem Ende des Krieges nahmen die Deutschen offener als zuvor Impulse aus anderen europäischen Kulturen auf. Sie lasen französische Literatur, hörten englischsprachige Popmusik und fuhren in den Ferien nach Dänemark oder Schweden. Gleichzeitig aber blieben deutsche Traditionselemente erhalten: Skepsis gegenüber westlicher Kultur, der Glaube an die Idee und eine gewisse Verachtung der Ökonomie. Die Einbindung der Westdeutschen in die Welt westeuropäischer Politik und Kultur war ein langer und widersprüchlicher Prozess. Am Ende kam eine spezifische westdeutsche Identität heraus, die sich von derjenigen in der DDR deutlich unterschied.

Das Seminar soll untersuchen, wie sich diese Mischung aus älteren deutschen Traditionsbeständen und westlichen Elementen konkret herausbildete, welche Kontinuitäten und Brüche zu verzeichnen sind. Dabei werden grundlegende Methoden der historiographischen Arbeit eingeübt.
Literatur: Konrad H. Jarausch, Die Umkehr. Deutsche Wandlungen 1945-1995, München 2004.
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