HTYA00715U  German - Elective subject 1 and 2

Volume 2013/2014
Content
Literature: Die DDR in der Nachwendeliteratur:
Als die Mauer vor 25 Jahren fiel befand sich die junge DDR-Generation in einem Niemandsland zwischen einem nicht mehr existierenden ostdeutschen Staat und der neuen-alten vereinigten Bundesrepublik. Diese Situation des Aufbruchs und des Ankommens, zusammen mit den Erinnerungen an Kindheit und Jugend in den letzten Jahren der DDR, wurden später in der Nachwendeliteratur künstlerisch bearbeitet und dargestellt. In diesem Seminar werden wir Romane und Novellen solcher Autoren lesen, die die DDR der Spätzeit erlebt und erfahren haben, indem wir folgende Fragen untersuchen werden:

Welche DDR-Erinnerung wird in der jungen Nachwendeliteratur inszeniert? Welche Gesellschaft und welche Subkulturen kommen zur Darstellung, welche Biographien und Geographien- und in welcher Form? Trägt die Nachwendeliteratur zur Deutung der DDR-Geschichte bei - und wie? Wie unterscheidet sich die Erinnerungen der letzten “DDR-Kinder” von denjenigen der älteren DDR-Schriftstellergeneration (wie Christa Wolf, Christoph Hein u.a.)? Und nicht zuletzt: Wie wurden die Werke in der deutschen Öffentlichkeit, bzw. von der Kritik und von Lesern, aufgenommen?

Texte u.a von Jana Hensel, Ingo Schulze, Clemens Meyer, Uwe Tellkamp, Daniela Kriehn und Angelika Klüssendorf.

Gemeinsam mit dem Wahlfach-Seminar in Kulturgeschichte werden wir auch das Medium Film als Erinnerung analysieren. Das Seminar wird begleitet von einer Exkursion nach Rostock mit Besuch von der Universität, den Bibliothekseinrichtungen und dem literarischen Zentrum. Die Teilnehmer werden in die Planung der Exkursion miteinbezogen.



Historie: Die DDR im Rückblick: Aufarbeitung und Erinnerung
(GDR in retrospect: „Aufarbeitung“ and Memory)

„ Die DDR ist, 16 Jahre nach ihrem Verschwinden, noch immer ein Kampfplatz. Rechtskonservative malen die DDR unverdrossen als naziartigen Staat. Gleichzeitig sind Ampelmännchen oder Mokka Fix Gold Zeichen von Popinszenierungen, in denen die DDR als lustige, harmlose Warenwelt zitiert wird“ – so begann im Jahr 2006 ein Kommentar in der tageszeitung aus Berlin. An dieser Beschreibung hat sich bis heute nicht viel geändert. Noch immer gibt es deutliche Spannungen zwischen unterschiedlichen wissenschaftlichen Deutungen der DDR-Geschichte, der politischen Bildungsarbeit in Gedenkstätten und den subjektiven Erinnerungen älterer ehemaligen Bürger der DDR. Einen Höhepunkt erreichte die öffentliche Diskussion über die Geschichte der DDR im Jahr 2006, als eine Expertenkommission, die von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien eingesetzt worden war, ihre Empfehlungen zur weiteren Erforschung und „Aufarbeitung der SED-Diktatur“ vorlegte.
Diese Debatte dient dem Seminar als Quellengrundlage für die unterschiedlichen Herangehensweisen an die Geschichte der DDR. In dem Seminar sollen also Deutungen der DDR-Geschichte im Vordergrund stehen. Dazu werden wir uns in einem einführenden Teil zunächst mit der Geschichte der DDR selbst vertraut machen und theoretische Texte zu den Themen „Was ist Erinnerungskultur?“ und „Was bedeutet Aufarbeitung?“ diskutieren. In den weiteren Sitzungen werden dann verschiedene Deutungsangebote aus der Geschichtswissenschaft und aus dem Bereich der Gedenkstätten vorgestellt und miteinander verglichen. Auch subjektive Erinnerungen sollen berücksichtigt werden.

Zu dem Seminar gehört eine Exkursion nach Rostock (3 Tage, voraussichtlich Ende April 2014). Die Teilnehmer haben dann Gelegenheit, vor Ort zu den Themen der schriftlichen Hausarbeiten zu recherchieren, u.a. in der Universitätsbibliothek und in einer Fachbibliothek zur DDR-Geschichte.

Einführende Literatur: Wohin treibt die DDR-Erinnerung? Dokumente einer Debatte, hrsg. v. Martin. Sabrow, u.a.,  Bonn 2007 (erhältlich bei der Bundeszentrale für politische Bildung, Bestellnummer: 1619, 1,00 €).



Sprog: Interkulturelle Kommunikation Wer auf internationalem Parkett und in einer multikulturellen Gesellschaft erfolgreich handeln will, bedarf des Wissens über die eigene und fremde Kultur sowie der Sensibilität für kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten, vor allem in der menschlichen Kommunikation und das heißt insbesondere im verbalen und nonverbalen Bereich. Die Forscher des Gebietes Interkulturelle Kommunikation beschäftigen sich sowohl theoretisch als auch praktisch mit diesem Thema. Das Seminar will einen Einblick in die wesentlichen Bereiche dieser Fachrichtung geben. Dabei sollen zentrale Begriffe, Gegenstände und Theorien der Interkulturellen Kommunikation beleuchtet sowie auf dieser Grundlage verschiedene Formen und praktische Beispiele interkulturellen Handelns analysiert und diskutiert werden. In diesem Zusammenhang kommen u.a. deutsche Kulturstandards, Stereotype und deutsch-dänische Kontraste zur Sprache sowie Phänomene wie Kulturschock, Tabus und Höflichkeit. Der Fokus liegt auf den sprachlichen Äußerungen – also Kultur in Sprache. Die Exkursion, die mit dem Seminar verknüpft ist, dient der Recherche und Feldforschung.

Grundlagenliteratur: Heringer, Hans Jürgen: Interkulturelle Kommunikation. 2. Aufl. Stuttgart u.a 2008. oder später.
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7,5 ECTS
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15 ECTS
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